Flüchtige Installationen erschafft Ivan Smith. D. h. man muss schnell sein, um sie zu sehen. Und so war es auch. Am 26.Juni war er bereits vor Schulbeginn auf dem Pausenhof und wer es bis 15.00 Uhr nicht geschafft hatte, zu schauen, was dort entsteht, der hatte Pech. Alles war dann schon wieder weg. Viele haben es trotzdem gesehen. Die Kneipp-Büste wurde mit ca. 500 Spanngurten verschnürt, bis schließlich nur noch ein Kneipp-Kokon zu sehen war.

Die Schülerinnen und Schüler fanden das cool und wollten die Skulptur behalten. Und das konnten sie über den Künstler und seine Kunstwerke herausfinden: Ivan Smith, der auf Einladung von Sabine Gollner von der Künstlerkolonie Fichtelgebirge nach Bad Berneck gekommen ist, will mit seinen Kunstwerken Aufmerksamkeit erregen. Er will, dass Menschen sich wieder Gedanken machen über alltägliche Dinge, die längst langweilig und selbstverständlich geworden sind. Sie sollen miteinander nachdenken, was sie vielleicht verändern müssten, um wieder interessant zu sein.

Aber auch die Schülerinnen und Schüler machten sich ernste Gedanken: Vielleicht sind die vielen Schnüre ein Symbol für den Lebensweg Sebastian Kneipps und für die vielen Menschen, denen er mit seiner Lehre helfen konnte? Oder sind sie vielmehr ein Spinnennetz, das alles miteinder verbindet?

Auf die Frage "Was würdest du deinem Freund in Bad Berneck zeigen, wenn du ihn nach Bad Berneck einladen und ihm imponieren wolltest?", kam wie aus der Pistale geschossen: "Den Fußballplatz!" "Die Burgruinen!" "Unsere Schule!"

Wer schnell ist, der kann Ivan Smith in den nächsten Tagen in Bad Berneck bei der Schaffung seiner flüchtigen Kunstwerke treffen.

Und hier noch eine Info: Die Lieblingsfarben des Künstlers: "When I'm happy, it's blue, when I'm sad, it's green.", verrät er den neugierigen Schülern. 

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